Cachen am Kräppelweiher (Pfalz)

Das Landschaftsschutzgebiet Kräppelweiher liegt nördlich von Frankenthal (Pfalz) und ist von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben.
Kommt man mit dem PKW gefahren, stehen ausreichend Parkplätze am Eingang zum Kräppelweiher zur Verfügung. Auch wenn der offizielle Parkplatz gerade geschlossen ist (wohl wegen Winterpause), finden sich genügend reguläre Abstellmöglichkeiten in der Nähe der Schranke.

Ca. 1,7 km geht der Rundweg rund um den ca. 14 ha großen See. Die tiefste Stelle des Sees beträgt ca 3,5 m. Die Wege sind gut begehbar, für Rollstuhl und Fahrrade jedoch eher ungeeignet. Sofern es in den letzten Tagen geregnet hat, wächst man auf der hinteren Seite des Sees um einige Zentimeter. In einer guten Stunde hat man den kompletten See auf einem einzig möglichen Weg umrundet. Auch wenn man die entlang des Weges liegenden Caches mit einsammelt, benötigt man nicht wesentlich länger als 1 h. Insgesamt gibt es hier fünf Labcaches, einen dazugehörigen Bonus und drei Traditional zu finden.

Das Naturschutzgebiet ist Heimat für viele Tiere, im See tummeln sich Aale und weitere Fischarten. Erholung, Ruhe und Natur genießen sind hier sehr ungestört möglich. Seit 1987 ist der Kräppelweiher zum Landschaftsschutzgebiet erklärt worden. Es dient als Brut-, nahrungs-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche Vogelarten.

Auch wenn ich mit dem Auto schon öfters hier angehalten habe, dann um ein paar Nachrichten auf dem Smartphoe zu checken. Zu einem Junggesellinnenabschied hatten wir hier vor längerer Zeit einen Angelcache aufgehängt. Aber inoffiziell, nicht auf geocaching.com zu finden. Ansonsten war mir dieses Kleinod bisher vollkommen fremd. Für große Spaziergänge nutzten wir eher den nahe gelegenen Silbersee, wo auch das Baden erlaubt ist. Aber jetzt ist es anders geworden: auf der Geocaching.com-Karte fand sich ein Fragezeichen.
Gesehen und mal genauer hingeschaut….
Für Geocacher bedeutet der Kräppelweiher einen kleinen, schönen Rundgang. Es finden sich 5 Labcaches, die sich über Hinweistafeln vor Ort gut ablesen lassen. Los geht es direkt am angegebenen Parkplatz. Die erste Frage bezieht sich auf die Tafel, die man am Start des Rundwegs nicht übersehen kann. Auf einer der Tafeln geht es auch um den Eichenprozessionsspinner, der hier sich auch angesiedelt hat. Im Winter war dies jetzt kein Problem, bleibt das Frühjahr abzuwarten. Es gibt auch immer wieder die Möglichkeit, direkt an das Wasser zu kommen. Garantiert schöne Fotos! Schade eigentlich, dass hier das Baden im Sommer nicht erlaubt ist. Bei dem genannten Fischbestand natürlich verständlich und vollkommen richtig. Wer Baden will, kann an den nahen Silbersee ausweichen.
Aktuell springen wir auf unserer Cachetour immer von der Adventure-Lab-App auf cgeo, da die beiden System (noch) nicht miteinander verbunden sind. Da wir zu dritt unterwegs waren konnten wir es gut aufteilen. Ansonsten ist das eher lästig und wird ja häufig bemängelt. Hier bei der Runde ist es jedoch auch alleine oder mit einem Gerät kein Problem. Die Caches liegen so schön aufgereiht und durch die Form des Sees kann man gut erkennen, was als nächstes kommt. Wir laufen die Runde – wohl wie vorgesehen – im Uhrzeigersinn. Zunächst gilt es einen Lab zu beantworten, dann folgt der erste Tradi. Bei GC942Y9 (Der Karpfen) sind wir noch unsicher. Da ist die Rede von Angelcache, aber die Wertung passt nicht ganz. Also mal das logischste geschaut und den Cache gefunden. Noch kein Angelcache… Aber größer musste man schon sein, für mich alleine wäre es eine sportliche Herausforderung geworden. Aber wir waren ja zu dritt unterwegs…. Wir tragen uns als erste ins Logbuch ein, sind ein wenig verwundert und laufen weiter. Noch sind wir nicht so ganz hier angekommen… Aber die Gegend ist schön, sagte ich schon mal, oder? Weiter ging es mit einem Lab, ehe dann der nächste Tradi kam. Oh ja, der Hecht hat eine andere Wertung. Ob jetzt Angelcaches eine hohe T- oder hohe D-Wertung haben sollten – darüber möchte ich hier nichts verlieren. Für uns war das hier passend und stimmig und nachdem wir den Hecht mal entdeckt hatten, hatten wir ihn auch bald in den Händen. Gute Aufhängung, man kann es schön angeln und schon ging es auch weiter. Jetzt kommt die Strecke, wo wir durch den Matsch an unseren Füßen um einige Zentimenter gewachsen sind. Aber macht ja nix. Der nächste Lab kommt. Und immer wieder schöne Fotomotive im Winter am See.
Die Labs lassen sich alle leicht beantworten. Da ist etwas abzulesen, eine Farbe zu bestimmen. Aber alles sehr eindeutig. Das haben wir auch schon anders erlebt.
Der Aal (GC9430H) ist unser dritter Tradi auf der Tour, ehe wir die Labcacheserie beenden. Nach der Eingabe des letzten Lösungswortes erhalten wir die Bestätigung und damit auch die Koordinaten für den Bonus. Ein Bonus zu einer Lab-Cache-Runde ist eine physische Dose, wo man sich auch im Logbuch eintragen kann. Dieser Bonus liegt als Mystery gelistet in der Nähe der Runde und so werden wir oftmals erst auf die Labcaches aufmerksam. Hier war das nicht so, da der Bonus später erschien, als die Labcacheserie.
Wir spazieren gemütlich in Richtung Auto und machen einen kleinen Abstecher noch zu dem Bonus. Netterweise hatte der Owner _Fritz_ im Listing des Mystery-Bonus darauf hingewiesen, dass man angeln muss. Nach skandinavischem Vorbild, d.h. wir hatten schon deshalb die Angel dabei. Erlebt haben wir es auch schon anders, wo wir vor einem Lab-Bonus standen und dachten, ein Hinweis auf ein erforderliches Hilfsmittel wäre nett gewesen. Aber hier ist es anders. Alles sehr solide, sehr ordentlich gebaut. Sowohl die Aufhängungen der Fische, die Wegführung, die Idee, das Thema der Fische aufzugreifen und für Geocacher umzusetzen – eine schöne Runde Sache, die wir für einen kleinen Spaziergang nur empfehlen können.

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