Cacher-Reisen

Ost-Lostplace-Tour Deutschland

Ost-Lostplace-Tour Deutschland


Diesen Artikel haben wir am 06.06.2020 online gestellt.


Lostplace-Ostdeutschland-Tour



06. Juni 2020
Wir möchten Euch mit unserem Blog virtual mit auf unsere Tour durch den Osten Deutschlands. Morgen früh geht es los. Vielleicht animiert Euch unser Blog für eine solche Tour. Solltet Ihr sie nachfahren wollen, bedenkt bitte, dass wir einige LP schon bei einer früheren Tour mal eingesammelt hatten. Seht es bitte nicht statisch, sondern schaut selbst nach für Euch interessanten Caches. Gerade auch Lostplaces liegen entlang der Route noch mehr.

07. Juni 2020
7.00 Uhr morgens. In Worms geht es los. Unser Auto war gestern Abend schon gepackt. Neben Kleidung und etwas Verpflegung haben wir auch einiges an Geocacher-Equipment dabei. Eine Angel, Taschenlampe, UV-Licht, Kerze, Zirkel usw. Sind gut im Auto verstaut.

Noch vor dem eigentlichen Start muss der Hund mal raus – und da wir einen Tip für einen spannenden Challenge-Cache erhalten haben, haben wir das Bundesland RLP gleich mal bei uns zuhause um die Ecke noch geloggt. Ja, wir haben hier noch einige Tradis liegen, die wir für genau solche Fälle aufheben.
Zurück zuhause noch einen Kaffee eingegossen.
Und schon geht es auf die Autobahn. Ziel ist es, nach ein paar Autobahncaches um 13 Uhr an unserem ersten Lostplace, der Irrenhaus in Sachsen zu sein. Wir werden sehen....


Wir verlassen bei strahlendem Sonnenschein um 7.20 Worms über unsere geliebte Rheinbrücke. Vom Wetter war das nicht der letzte Sonnenschein, wenngleich wir „alles Wetter“ hatten – bis zu Hagel, aber auch Hitze, einfach alles….


Eine erste LB am Mitfahrerparkplatz ist für uns „Reisebox Schweinfurt / Unterfranken“, GC6JYWG. Hier legen wir unseren ersten Stop mit einem kurzen Spaziergang ein. Da man die Autobahn verlässt und an einem Mitfahrerparkplatz hält, ist es kein Problem, ein paar Meter zu Fuß zurück zu legen. Das Vogelhäuschen lässt sich ein paar Meter vom Parktplatz entfernt gut finden und so konnten wir das erste Logbuch der Reise mit unserem Brummelbären-Stempel signieren.


Weiter ging es für uns zu einem T5-er in einem Industriegebiet. Der Cache mit dem Namen „Lostplace im Industriegebiet“, GC70GWB, passte ja perfekt zu unserer Tour. Er liegt direkt an einer Autobahnabfahrt und die Leiter hatten wir sowieso im Auto… Also, nichts wie hin, den T5-er holen. Vor Ort ist der Cache auch gut zu sehen – Leiter anstellen und Loggen. Nur schade, dass es sich um eine Letterbox handelt, die alleine aufgrund der Behältergröße schon gar keinen Stempel fassen kann. So konnten wir zwar mit unserem Nickname-Stempel loggen, aber keinen Letterboxstempel in unser Stempelbuch drücken.


Der Multi „PWC Streitau Ost“, GC6C2AW, soll unser erster Multi-Cache der Tour werden. Direkt an einem Autobahnrastplatz anfahrbar sollte er schnell zu machen sein. Leider hatten wir Tomaten auf den Augen oder das Döslein ist weg – wir haben hier jedenfalls einen DNF hingelegt.

Dafür fügten wir schnell den Multi „Vogtlands Art-Attack #Die Margeriten“, GC788Z2, zu unserer Route hinzu. Ging ebenfalls recht schnell und mit diesem Cache in Sachsen hatten wir dann auch drei Bundesländer an diesem Tag. Wofür das wichtig ist? Ja, als nächstes stand eine Challenge auf dem Programm. Von Keinmuggelmehr, die uns schon ein paar Tage voraus eilte, hatten wir den Tip bekommen. Bei „DREILÄNDERECK VOGTLAND - Challenge Cache“, GC3677P, geht es genau darum: im Dreiländereck an einem Tag drei Länder oder Bundesländer mit einem Cachefund verziert haben. Und zwar genau an dem Tag, an dem man auch die Challenge loggt. Gesagt, getan.




Mit diesem Cache war unsere Anreise eigentlich beendet. Ab jetzt waren wir im Zielgebiet angekommen. Da wir bis zum Treffen mit Keinmuggelmehr jedoch noch einige Minuten Zeit hatten, der Regen gerade mal etwas nachlies, machten wir uns auf den Weg zu dem gut klingenden Cache „Holzmichels Waldbriefkasten“, GC5BAYR. Ein wenig merkwürdig war der Weg jedoch schon… Wir ließen das Cachemobil einige Meter vor dem Cache stehen und liefen den Weg entlang. Eindeutig ein Wanderweg im Wald, aber mit großem Schild „Privatweg“. Schaut selbst das Schild mal an. Die wollen also keine Post? Okay, Briefkästen gab es an dem einzelnen Haus dahinter aber schon…. Da das Wetter wirklich keinen Hund vor die Tür lies und niemand weit und breit zu sehen war, trauten wir uns ein kurzes Stückchen diesen Weg entlang. Dann ab in den Wald. Dort fanden wir den Briefkasten von Holzmichel auch sehr schnell. Schöne Fotos gemacht und für einen guten Start in eine Lostplace-Woche bewertet. Schnell den Weg zurück zum Cachemobil und weiter zu unserem ersten eigentlichen Ziel: dem Treffpunkt mit Keinmuggelmehr und dem Besuch im Irrenhaus.





Genauer: „Die ganze Welt ist ein Irrenhaus...!“, GC4RCQ5, sollte unser erster Lostplacebesuch sein. Auch hier ist es nicht einfach, einen Zuweg zu finden. Normalerweise durch den Wald und von hinten ran. Das ging aufgrund der nassen Wetterlage nicht. Im Wald kamen wir nicht voran. Wir verloren schon etwas den Mut und nahmen uns vor, einfach erst mal von vorne nach dem Objekt zu schauen, um vielleicht eine Idee zu bekommen. Auch hier: wir waren so was von alleine hier unterwegs…. Kurz umgeschaut, keine Augen an Fenstern entdeckt und ganz gemütlich auf das Objekt zuspaziert. Selbstverständlich haben wir keine Absperrungen überschritten, es geht auch ganz einfach. Sicher, bei besserem Wetter ist man dann schon auf dem Präsentierteller, deshalb wollen wir den Zugang durch den Garten sicher nicht empfehlen. Wie erwartet und beschrieben ist das Objekt nicht begehbar und man kann nur von außen einen Eindruck bekommen. Der Cache findet sich gut, ein paar Fotos kann man schon schießen. Schon fast auf dem Weg nach draußen fanden wir eine offen stehende Tür ohne Absperrung – und schon standen wir in einer alten Turnhalle. DAS Fotomotiv dieses Ortes, wie wir fanden. Nach einer Umrundung der Immobilie standen wir auch wieder auf der Straße und gingen die wenigen Meter bis zu unserem Cachemobil zurück.




Der nächste Cache war als Highlight unserer Tour geplant – und das wurde er auch. „Die Patenbrigade fährt zur IBUG“, GC8CBF4, nimmt die Cacher mit auf eine Tour über das Gelände der IBUG 2019. IBUG steht für Industriebrachenumgestaltung – ein Festival für urbane Kunst. An zwei Wochenenden kommen hier mehr als 100 Künstler aus mehr als 10 Ländern zusammen, um auf dem über 100 Jahre alten Bahnbetriebswerk BW Reichenbach ihre Kunst zu leben. Und die Gemälde, Graffiti, Figuren u.v.m. des letzten Jahres kann man hier auf einem sehr weitläufigen Gelände noch bewundern.


Zunächst ging es für uns jedoch mal zur Brücke. Der Cache gleichen Namens, GC7B9DT, ist als Virtual gelistet. Die Göltzschtalbrücke ist ein imposantes Bauwerk, das den Besuch auf jeden Fall wert macht. Zum Glück muss man neben dem obligatorischen Foto auch einige Fragen beantworten, so dass man sich ein wenig auf dem Gelände aufhält. Ein tolles Banner für das eigene Profil gibt es auch noch vom Owner – für uns ein blaues Herzchen für das Zeigen dieses Bauwerks.


Und dann ging es aber endlich zur IBUG. Am Startpunkt stellten wir uns ein wenig an, bis wir auf die richtige Lösung kamen. Wir hatten zum ersten Mal Kontakt mit diesen Lostplaces, die sehr stark mit PDF-Dateien arbeiten. Nein, hatten wir schon mal. Aber nicht so viele Dateien und nicht so viele Caches damit geballt. Also mussten wir erst einmal herunterladen, dem Smartphone sagen, wohin speichern usw. Dann kamen wir endlich an die gewünschte Eingabe. Ich denke, ein sehr sicheres Verfahren zum Erhalt der Caches und für Geocacher gut machbar – wenn man es mal verstanden hat. Mein Smartphone wollte diese Dateien bis zum Ende der Woche nicht öffnen – gut, wenn dann jemand aus dem Team die Datei per Whatsapp schickt. Somit lief es bei uns allen….
Also, nach dem holprigen Start in der Nähe der Autos ging es dann auf das Gelände der IBUG. Netterweise hatte ich vorher in den Social Media von einem guten, offenen Zugang gehört. Wäre auch anders gegangen, aber mit dem Tip für einen offenen Eingang fühlten wir uns sicher und konnten bequem dorthin spazieren. Wir waren auf dem ganzen weitläufigen Gelände den ganzen Nachmittag auch die einzigsten Besucher – also zumindest haben wir niemanden gesehen.
Während die Brummelbären – fasziniert von den ersten Gemälden – direkt ausschwärmten, spielte Keinmuggelmehr konzentriert den Cache. Ja, es gibt einen Wegeplan und man kann gezielt laufen. Letztlich kamen wir alle zum gleichen Ergebnis, verlaufen kann man sich nicht wirklich. So streiften wir für einige Stunden über das Gelände – bewunderten zum einen die Graffiti und die zurückgelassene Kunst, zum anderen aber auch die Reste der beeindruckenden Bauwerke. Hier hätten wir uns noch viel länger aufhalten können….
Bis auf einen gesuchten Wert ließ sich auch alles sehr gut finden. Wir haben recht lange gebraucht, die Hälfte der Zeit ging für Fotografieren drauf….. Wenn man alle Werte hat, ist es keine große Kunst das Final zu finden. Und dann hat man ein Lächeln im Gesicht. Unser Foto davon zeigen wir Euch aber nicht, das würde zu viel Spaß nehmen…. Auf jeden Fall war dieser Cache eines unserer Highlights der Wochentour!!!!


Wir als Brummelbären hatten schon das Gefühl, uns das Gelände lange und ausgiebig angesehen zu haben. Dennoch waren wir etwas schneller fertig als unsere Begleitung und begaben uns – nach Absprache – dann schon mal in das Wartezimmer des Teufels. Hier sollte es ein Lostplace der ganz anderen Art werden. Was uns erwartete, war aus dem Listing und beigefügten Cacher-Fotos zu entnehmen. Als wir ankamen, stieg gerade eine 4-er-Gruppe Geocacher aus. Kurz geplaudert und dann ging es für uns rein. Mehr mag ich gar nicht berichten. Außer, dass ich hinterher ein wenig stolz auf mich war! So ganz ohne ist der Cache nicht – aber er ist ja auch mit T5 gelistet. Dafür war er dann doch ganz gut machbar. Im Listing bittet der Owner um ein Beweisfoto, dass man auch an dem richtigen Ort gewesen ist. Diese Fotos haben wir selbstverständlich auch geschossen, nachdem wir das Logbuch mit unserem Namen verziert hatten. Etwas verschmutzt, aber mit einem Grinsen im Gesicht erreichten wir unser Cachemobil.


Als Belohnung für den anstrengenden Tag – frühes Aufstehen, viele Kilometer, einige Caches – hatte ich dem Herrn Brummelbär einen besonderen Abschlusscache versprochen: Der Cache mit Namen „Minion“, GC64Q7F. Ein leichtes Rätsel für einen Minion-Freund und ein schöner Fund vor Ort. Natürlich wurden einige Fotos mit dem hauseigenen Maskottchen geschossen, ehe es dann wirklich in Richtung unseres Hotels in Chemnitz ging.


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